Workshop-Programm – Teaser

 

Erykah Cadû
Kritik an Theorie, Praxis und Realität antifaschistischer Arbeit. Eine migrantische Perspektive

Dieser Workshop soll eine Kritik an und vor allem in der linken Szene ermöglichen. Denn Kritik ist ein Liebesbeweis. In diesem Workshop wird eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die wirklich so passiert ist. Und die so oder in ähnlicher Form immer wieder passiert. Es geht um persönlich erlebte Rassismen und Sexismen innerhalb der linken Szene und antifaschistischer Arbeit, die dann auf eine strukturelle Ebene zur Analyse gebracht werden. Es geht um Charaktermasken und Habitus und darum, dass Emotionen nicht das Gegenteil von Rationalität ist. Und warum dieses Narrativ vor allem dazu dient Women of Colour stumm zu halten.

 


HeXe
Kritik an linker Männlichkeit

Dass in der linken Szene Gemakker, Sexismus und Übergriffe geschehen ist deswegen so erschreckend, weil die ,linke Szene’ als Safespace, reflektiert und feministisch gilt. Es wird die Kluft spürbar zwischen dem oft sehr selbstgerechten und überlegenen Selbstbild von linken Autonomen, Punkern, Antifaboys, Anarchos, kommunistischen Theoriemakkern und der realen Unmöglichkeit
die eigenen Männlichkeitsideale anzuerkennen, zum Gegenstand der Beschäftigung zu machen und zu verändern. In dem Workshop werden linke Strukturen und Ideale als Nest einer Nichtbeschäftigung in die Mangel genommen und die Quarzhandschuhe und das K1 beiseite gelegt. Der Workshop wagt die Herleitung, woher dieser männlich-linke Mist kommt und warum die Einsicht um eigene patriarchale Durchdringung verdammt notwendig zur Befreiung der Gesellschaft ist.

 


Marius - AMS

Fortsetzung „Kritik an linker Männlichkeit“ - für cis-Männer

Innerhalb der linken Szene und auch beim AMS gibt es eine weitverbreitete und berechtigte Unzufriedenheit, mit dem Umstand, dass die Auseinandersetzung und Veränderung von sexistischem Verhalten und Strukturen überwiegend bis ausschließlich von FLINTA-Personen geleistet wird. Von der Kritik „klassischer“ Rollenverteilungen in Orga- und Arbeitsabläufen, über die Reflexion von Rede- und Partyverhalten, bis hin zur Unterstützung betroffener Personen von grenzverletzendem Verhalten und Arbeit mit gewaltausübenden Personen: Linke cis-Männer glänzen meist mit Zurückhaltung, Widerwillen, Planlosigkeit oder Abwesenheit. Warum ist das so?

Ergänzend zum Workshop „Kritik an linker Männlichkeit“ am Vormittag soll hier ein Raum geschaffen werden, in dem wir uns eingängig mit der vorgebrachten Kritik an unserer eigenen linken cis-Männlichkeit beschäftigen. Ausgehend von einem Inputreferat thematisieren wir unsere linke cis-männliche Selbstbildpflege, eigene Rechtfertigungsmuster gegenüber feministischer Kritik, Techniken der Heuchelei, das Entstehen von linker Männerbündelei und inwiefern wir männliche und frauenherabsetzende Intentionen und Verhaltensmuster in unserer politischen Arbeit und unseren sozialen Beziehungen reproduzieren.



PAK Berlin

Klimawandel und Kapitalismus 1

Letztes Jahr haben Greta Thunberg und Luisa Neubauer in einem offenen Brief an die Weltpolitiker geschrieben: "Das Ziel, ein Wirtschaftssystem, das von Natur aus die Klimakrise anheizt, zu 'retten', um Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren, ist genauso absurd, wie es klingt. Unser derzeitiges System ist nicht 'kaputt' - das System tut genau das, wofür es gedacht und konzipiert ist. Es kann nicht mehr 'repariert' werden. Wir brauchen ein neues System". Diese radikale Aussage, die es so ähnlich auch als Demoparole oder als Mahnung von Klimaforschern gibt, wird leider praktisch nie weiter ausgeführt und hat deswegen wenig
Überzeugungskraft. Im Workshop wollen die Frage, wie denn Kapitalismus und Klimawandel zusammenhängen, mit Inhalt füllen und dabei auch falsche Vorstellungen darüber widerlegen.

Klimawandel und Kapitalismus 2

Im ersten Teil des Workshops ging es darum, wie die führenden kapitalistischen Staaten in ihrer globalen Konkurrenz um Geld und Macht den Klimawandel produziert haben und dass es auch für die Zukunft äußerst düster aussieht. Gleichzeitig gibt es „höchst ambitionierte“ und höchst umstrittene Projekte wie die deutsche Energiewende und den europäischen „Green New Deal“, der als „neue industrielle Revolution“ und „europas Mondlandungs-Moment“ gefeiert wird. Ist das ein Grund für Hoffnung? Geben die Staaten endlich ihre Bemühungen auf, den Rest der Welt niederzukonkurrieren und verfolgen menschen- und umweltfreundliche Zwecke?

Man braucht nicht beim ersten Teil gewesen zu sein um mitzumachen

 


PAK Berlin
Kapitalismuskritik

Kapitalismusbefürworter*innen behaupten, Kapitalismus sei die beste Wirtschaftsform, um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Dies ließe sich beispielsweise an Hand der vollen Schaufenster beweisen. Diese Behauptung soll im Workshop widerlegt werden. Dazu wollen wir uns in diesem Workshop anschauen, welche Rolle die Bedürfnisse der (meisten) Menschen im Kapitalismus spielen und warum die Schaufenster zwar voll sind, die Taschen vieler aber leer bleiben. Um das zu verstehen werden wir uns die Rolle, die das Privateigentum dabei spielt anschauen - denn dabei geht es um viel mehr als den Schutz des eigenen Fahrrads.
Zu guter Letzt werden wir auf das Klassenverhältnis zu sprechen kommen, das notwendig zum Kapitalismus gehört. Dabei werden wir uns anschauen, was es für die Menschen bedeutet, der einen oder der anderen Klasse anzugehören.
Unsere These: Die Bedürfnisse der Menschen kommen im Kapitalismus zwar schon vor, allerdings sehr schlecht weg.


PAK Berlin
Der bürgerliche Staat - was ist das?

Was haben die Fluthilfe, die Uni, die Ehe, „die Wirtschaft“, die Grundrechte und die Polizei gemeinsam? Alle werden erschaffen, eingerichtet und geregelt durch den bürgerlichen Staat. Offensichtlich scheint erstmal eine Zuständigkeit des Staates für so ziemlich jeden Lebensbereich vorhanden zu sein. Dennoch herrscht Streit darüber, was der bürgerliche Staat eigentlich ist: Eine Gemeinschaft von uns allen? Ein Kräfteverhältnis in dem Linke sich bemühen sollten, mehr Einfluss zu haben? Ein reines Unterdrückungsverhältnis? Ein Fortschritt gegenüber anderen Herrschaftsverhältnissen? Im Workshop wird ein Erklärungsversuch angeboten, was der bürgerliche Staat eigentlich ist. Außerdem können wir gerne darüber reden, in was für einem Verhältnis diese Erklärung zu anderen Vorstellungen des bürgerlichen Staates steht.


PAK Berlin
Einstieg ins Kapital von Marx - ein Lesekreis

Dieser Workshop ist dafür da, im Stile eines Lesekreises einen Einstieg in das Kapital von Karl Marx zu finden. Dafür möchte ich mit euch anhand von Zitaten versuchen, das Wesentliche aus dem ersten, wenn wir mehr schaffen, auch den ersten drei Kapiteln zu diskutieren. These zum Workshop: Im Kapital hat Marx den Kapitalismus richtig und grundsätzlich erklärt. Aktuell war das Buch zu seiner Entstehungszeit genauso wie heute, weil weiterhin die gleichen Prinzipien kapitalistischer Produktionsweise gelten. Bereits im ersten Kapitel des Buches stecken ausreichend Argument um eine Gegnerin des Kapitalismus zu werden. Ich würde gerne mit euch ins Buch reinlesen, in der Hoffnung, dass das Lust aufs Weiterlesen macht.


PAK Berlin

Grundrechte in Zeiten mit und ohne Corona

Lockdown, Ausgangsperre, Besuchsverbot. Seit das neuartige Corona-Virus von der Politik als reale Gefahr anerkannt wurde, reagierte diese mit umfassenden Einschränkungen. Diese wurden von der Mehrheit der Bevölkerung für sinnvoll gehalten, von einigen aber auch scharf kritisiert. In diesem Workshop soll es aber nicht um die Pandemie und ihre sinnvolle Bekämpfung gehen. Stattdessen sollen Schlüsse über grundsätzlichen Charakter und Inhalt der Grundrechte gezogen werden, die der Staat einerseits gewährt, aber eben auch – wenn es ihm notwendig scheint - beschränkt. Persönliche Freiheit, was heißt das eigentlich? Berufsfreiheit, wozu eigentlich? Diese und andere Freiheitsrechte möchte ich mit euch diskutieren, ebenso wie die grundsätzliche Frage, was es eigentlich mit dem Gewähren und Beschränken auf sich hat.


Freund*innen von den Gruppen gegen Kapital und Nation
Eine Kritik des deutscher Erinnerungskulturen in Bezug auf den
Nationalsozialismus

Deutschlands Erinnerungskulturen in Bezug auf den Nationalsozialismus sind besonders. Während in vielen Nationen versucht wird, ein positives Bild der „eigenen“ Nationalgeschichte zu zeichnen, dominiert in der BRD mittlerweile das aktive Erinnern und die Scham über die Taten Deutscher. Auf diese Erinnerungskultur sind viele Deutsche stolz. Warum diese Form der Erinnerung ebenso wie die rechtsradikale Variante – die einen Schlussstrich fordert – kritisiert werden sollte, möchten wir diskutieren. Hierfür möchten wir im Workshop nachzeichnen, wie sich die Erinnerungskulturen in der BRD nach 1945 gewandelt haben.


Freund*innen von den Gruppen gegen Kapital und Nation
Kritik der Konsumkritik
Es ist kein Geheimnis, dass die Art und Weise wie Dinge im Kapitalismus produziert werden für Mensch, Tier und Umwelt ziemlich schädlich sind. Für Kritiker*innen des Konsums liegt die Lösung nah: Sie selbst und möglichst alle anderen sollen ethisch korrekt konsumieren. Also ökologisch, vegan, fair, regional, saisonal und mit möglichst wenig Plastik einkaufen.
Dabei sehen wir ein Problem: Veränderter Konsum führt nicht zur Abschaffung der ganzen Misstände, diese haben ihren Grund woanders. Warum die Konsumkritik also nicht nur falsch, sondern auch schädlich für eine vernünftige Kritik an der herrschenden Produktionsweise ist, soll in diesem Workshop diskutiert werden.

 


Renate Dillmann
Chinas Aufstieg und der Kampf um die Hegemonie in der Welt

China ist ein wirklich bemerkenswerter Sonderfall der jüngeren Geschichte. Es hat als einziges Land der „Dritten Welt“ eine wahrhaft „nachholende Entwicklung“ geschafft, zu den etablierten Nationen aufgeschlossen und ist inzwischen eine kapitalistische Weltmacht.

Welche Gründe hat das? Welche Rolle spielt der chinesische Sozialismus dabei? Warum ist Chinas Wende zum Kapitalismus so anders gelaufen als die der Sowjetunion?

Der erste Teil des Vortrags soll Ökonomie und Politik im heutigen China erläutern.

Einen solchen Aufstieg hatte der Westen seinen in die Freiheit entlassenen Kolonien ja angeblich immer von Herzen gewünscht – Freunde der früheren „Dritte-Welt-Bewegung“ werden sich erinnern. Nun, da China ihn hingekriegt hat, findet er wenig Beifall.
Die Vereinigten Staaten kündigen einen neuen „Kalten Krieg“ gegen China an; auch Politiker in Deutschland (und der EU) sprechen von einem „Systemgegner“. Insbesondere die USA haben diesen Kampf bereits angefangen: Sie erpressen bessere Handelsbedingungen mit Zöllen auf chinesische Waren; sie verhindern chinesische Investitionen, bedrängen ihre Verbündeten und schränken chinesische Geschäftsmöglichkeiten bei sich ein (Huawei, Tiktok). Auf militärischem Gebiet verstärken sie die geostrategische Einkreisung Chinas (Aufrüstung Taiwans, Inselstreit im Südostpazifik) und verlangen (als hochgerüstete!) Atommacht, dass China abrüstet.

Wo liegen die Gründe dafür, dass ein neuer Weltkrieg droht? Stehen da die Vertreter der „Menschenrechte“ gegen einen repressiven Monsterstaat, der Minderheiten (Uiguren) quält, freiheits- und lebenslustige Stadtstaaten drangsaliert (Hongkong) und seine Bevölkerung ausspioniert (Überwachung, Zensur)? Oder handelt es sich um die notwendige Auseinandersetzung der führenden kapitalistischen Mächte in der Konkurrenz um den Globus?

Der zweite Teil will die internationale Lage beleuchten und Gründe wie Methoden der Staatenkonkurrenz ansprechen.


Renate Dillmann

Afghanistan: 

Mehr als hunderttausend Tote, drei Millionen Flüchtende, ein zerstörtes Land – und ein verlorener Krieg des Westens

Kriegsbegründungen

Krieg gegen den Terrorismus, Brunnenbohren und Mädchenschulen bauen, Verteidigung der deutschen Freiheit am Hindukusch, Nation building, Export von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in ein zurückgebliebenes Land, Frauenrechte…

All das wurde der deutschen Öffentlichkeit, die mehrheitlich übrigens immer gegen diesen Krieg war, im Lauf der letzten zwanzig Jahre aufgetischt – um was ging es denn?

Kriegsberichterstattung

Was hat uns die Presse während dieser Zeit über Afghanistan und über den Krieg erzählt? Was nicht? Einige Beispiele für die selektive und national-parteiliche Information unserer Presse… Dazu ein paar Überlegungen zu den schlimmen „Taliban“, die das Land gerade „im Handstreich“ übernommen haben.

Kriegsbilanz

Die USA haben diesen Krieg 2001 begonnen und ihre Nato-Verbündeten dazu beordert. Deutschland hat sich dem unter der rot-grünen Regierung Schröder/Fischer umgehend angeschlossen und dann versucht, eine eigene, gewichtige Rolle in diesem Krieg zu spielen. Welche? Was ist daraus geworden? Hat die deutsche Truppe den für Ende August geplanten „Zapfenstreich“ verdient?

Und wie sieht die Weltlage „nach Afghanistan“ aus?


Gruppe K
Mit Grünen reden?
Kritik des Wahlprogramms der Grünen zur Bundestagswahl 2021

Wahlprogramme liest völlig zu Recht so gut wie kein Mensch. Weder sind die Parteien und ihre Politiker, sobald gewählt, auf sie verpflichtet. Noch sind sie für die Wahl ausschlaggebend: Da zählt, wie gut sich die Kandidat*innen anstellen, "Glaubhaftigkeit" zu vermitteln und mit politischen Powersätzen gutmütig bis entschlossen von Plakaten zu lächeln. Auch die Grünen – immerhin inzwischen die größte Partei links der CDU und Wahlfavorit der jüngeren Wähler*innen – machen da keinen Unterschied.
Dabei stehen im Wahlprogramm der Grünen tolle Ideen! Bei ihrem Programm "Rettung der Welt und Menschheit vor dem Klimawandel", ist ihnen nämlich eines heilig: das Kapitalwachstum. Bei Ansagen nach Innen und Außen ist ihnen dafür alles Recht. Die Sozialhilfe reformieren – auf die bei der "sozial-ökologischen Transformation" absehbar mehr Leute angewiesen sein werden; die ökonomische Macht des europäischen Binnenmarkts nutzen – gegen das "Hegemonialstreben autoritärer Staaten“, aber auch gegen die amerikanische Dominanz der Welt…

Neben Kurzstreckenflügen und Malleurlaub, weißen Männern (oder Frauen) auf Wahlwerbungen und taktvollen Nicht-Auftritten in Überschwemmungsgebieten gibt es also durchaus sowas wie eine politische Frage im Wahlkampf. Die selbstbewussten Antworten der grünen Partei auf die globale ökologische Krise sind mit ziemlicher Sicherheit untauglich, die Erderwärmung abzuwenden. Sie sind aber eine harte Ansage gegen den Materialismus der lohnabhängigen Massen im Namen eines grünen, deutsch-europäischen Kapitalismus.

Der Workshop soll in gemeinsamer Lektüre von Ausschnitten aus dem Wahlprogramm nicht nur klären, was die Grünen mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland zukünftig vorhaben, wenn sie gelassen werden. Wir wollen nachweisen, dass diese Lösung gut passen zu diesem Laden und seinen ehrgeizigen globalen Ansprüchen. Und zeigen, dass die von den Grünen vorgestellten guten Gründe sie zu wählen, tatsächlich sehr schlechte Gründe sind dafür, dem deutschen Kapital weiter die Daumen zu drücken.


Gruppe K
Nation? Gemeinschaft? Heimat?Warum wir dieses Land nicht lieben!

Nationalismus ist vielen suspekt wegen der damit verbundenen Abwertung und Verächtlichkeit gegenüber den Ausländern. Auch den Hurra-Patriotismus, der die eigene Nation ohne jede Distanz an die erste Stelle setzt und bei der WM mit schwarz-rot-gold-geflaggtem Auto rumfährt, mögen viele nicht.
Warum aber gibt es das alles? Sind das überholte und ewig-gestrige Ideen und Verhaltensweisen, die moderne, aufgeklärte Bürger*innen der heutigen Zivilgesellschaft auch einfach sein lassen könnten? Kommt da doch wieder der „autoritäre Charakter“ zum Vorschein, der sich auf diese Art und Weise über andere erheben will? Oder was ist der Kern der „nationalen Gemeinschaft“, des „WIR“, das doch allen, auch den Kritikern der Auswüchse und Exzesse, letztlich ziemlich selbstverständlich, ja fast natürlich vorkommt?

In unserer Veranstaltung wollen wir uns mit folgenden Themen beschäftigen:
• Die nationale Gemeinschaft als Beschönigung der Konkurrenz- und Klassengesellschaft
• Die Nation als Verklärung eines Zwangszusammenhangs
• Die theoretische Unhaltbarkeit der populären Begründungen von Nation
• Die Frage, warum die kapitalistischen Gesellschaften das verlogene Gerede von der Nation brauchen
• Die Unterscheidung zwischen angeblich „gesundem Patriotismus“ und „schädlichem Nationalismus“
Unsere zentrale Behauptung ist: Nation als Vorstellung einer Gemeinschaft der in ihr Lebenden verklärt diese Gesellschaft, die auf Konkurrenz und Gewalt beruht. Wir wollen diese zentrale Ideologie moderner Gesellschaften in den Blick nehmen, um sie loszuwerden.

 


Arian Nasserie
„Tödliches Versagen auf dem Mittelmeer“? Von wegen!
Das Elend der Flüchtenden ist notwendig. Fragt sich nur: Wofür?

Bekanntlich sterben jedes Jahr tausende Menschen an den EU-Außengrenzen. Hunderttausende werden gegen ihren Willen in der Türkei, Libyen, Marokko etc. festgehalten oder in EU-Lagern interniert und gegen ihren Willen in ihre Herkunftsländer deportiert. Auch das ist bekannt. Wieder andere dürfen in AnkER-Zentren und anderen Einrichtungen die Schönheiten der deutschen Asyl- und Flüchtlingspolitik am eigenen Leib erfahren.

Im Unterschied zur Aufregung um die „Flüchltlingskrise“ 2015 ist das Elend der unerwünschten Migranten gegenwärtig offenbar kein großes Thema in der deutschen Öffentlichkeit. Von nationaler „Willkommenskultur“ ist jedenfalls keine Rede mehr. Vereinzelt protestieren ehrenamtliche Seenot-Retter_innen und NGO’s gegen das angeblich „tödliche Versagen“ der EU „auf dem Mittelmeer“ (Pro Asyl 06.08.2021). – Ist der Vorwurf angemessen?

Die Veranstaltung untersucht dazu erstens die ökonomischen, politischen und militärischen Fluchtursachen. Zweitens werden die flüchtlingspolitischen Kalkulationen der EU und ihrer deutschen Führungsmacht geklärt. Drittens unterziehen wir die üblichen Vorwürfe von Pro Asyl, Seenotrettung, Flüchtlingsrat etc. gegen EU und Bundesregierung einer kritischen Prüfung unterzogen. Meine zwei zentralen Thesen lauten: a) Die Flüchtenden sind die unvermeidliche Folge der herrschenden Weltordnung, dh. der globalen Konkurrenz um Geld und Gewalt. b) Mit ihrem Einsatz für Flüchtende und gegen die unmenschliche Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU, mit Seenotrettung und ehrenamtlicher Sozialarbeit kämpft die westliche Unterstützerszene der Flüchtenden gegen die unvermeidlichen Wirkungen einer globalen Ordnung, von deren segensreichen Werten sie geradezu missionarisch durchdrungen ist.


Linda
Pressearbeit für linke FLINTA* Aktivist*innen

Gute Berichterstattung und öffentlicher Druck können ein wichtiger Bestandteil linker und feministischer Kämpfe sein. Aber wie tritt man mit den eigenen Themen am besten an die Presse heran? Was für eine Strategie kann gegenüber Medienvertreter*innen sinnvoll sein? Und wie kann man Interviews insofern lenken, dass die Punkte, die einem wichtig sind auch Gehör bekommen? Welche Rechte hat man bezüglich Anonymität oder Zitatrecht?
In dem Workshop „Pressearbeit für linke FLINTA* Aktivist*innen“ soll es nach einer kurzen Einführung Platz für die Themen geben, die die Teilnehmer*innen mitbringen. Wir sprechen über Erfahrungen und Misstrauen, üben Interviewsituationen (falls gewünscht auch mit Video) und Möglichkeiten der öffentlich wirksamen Inszenierung der eigenen Themen.

 


FANTIFA Freiburg
"Zwischen Militanz und Care - Feministischer Antifaschismus"

Warum FANTIFA (feministische Antifa)? Ein Workshop zum gemeinsamen Nachdenken über feministisch-antifaschistische Geschichte, Gegenwart, Haltung und Praxis. Bisschen Input, viel Austausch.


Nadja und Paul
DIY Handpoke Tattoo Workshop

Du hast Lust, dich oder deine Kolleg*in zu tätowieren, hast aber keine Ahnung, wie?
Dann kommt zum Workshop!
Wir haben die Materialien, geben einen kurzen Input und stehen euch bei Fragen gern zur Seite. Am besten bereitet ihr ein einfaches, kleines Motiv vor (ca. 5x5cm), aus dem ihr vor Ort ein Stencil machen könnt und es dann tätowiert. Der Workshop findet in einer kleinen Gruppe (10 -15 Menschen) statt und dauert ca. 2 Stunden.

 


Zine

Praxis-Workshop

Freitag 15-19 Uhr in der PKK

Ein Zine (abgeleitet von Magazine) ist ein kleines Heftchen, selbst gestaltet, in kleiner Auflage produziert und unkommerziell.

- ein (Gegen-) Medium des DIY, verwurzelt im Punk.

Wir laden euch ein zusammen ein Punk-Zine zu machen. Material, wie z.B. alte Zeitschriften zum kollagieren, Stifte, Kleber, Schreibmaschine etc. sind am Start – kommt rum mit euren Ideen zum gestalten, schreiben und austauschen.

Am Anfang geben wir einen kleinen Input, ihr könnt aber auch gerne später dazu kommen.

Das fertige Zine gibt es für alle Leute, die dabei waren am Sonntag.

Kommt rum! Schaut rein!

- DIY or DIE -