Workshop Programm

Das Programm ist eine vielfältige und interessante Mischung aus Workshops und Vorträgen, die sowohl für Einsteiger*innen geeignet sind als auch tiefer gehend auf die Themen eingehen und aktuelle politische Geschehnisse wie auch linke Dauerbrenner behandeln.

Die genauen Termine der Vorträge erfahrt ihr auf dem Camp. Die ersten Vorträge sind Donnerstag Abend und die letzten Samstag Nachmittag.

Materialistische Rassismuskritik

Lotta C.

Teaser folgt.

Psychologiekritik

Gruppen gegen Kapital und Nation

Teaser folgt.

Klimapolitik

Gruppen gegen Kapital und Nation

Teaser folgt.

Theoriearbeit und Geschlechterverhältnis

X.

Die Referent*in geht der Frage nach wieso das Geschlechterverhältnis so unausgewogen ist, wenn es um theoretische Arbeit geht. Sei es in der Uni, bei Vorträgen und Diskussion oder beim linken Lesekreis. Was hemmt Frauen* daran sich in die theoretische Arbeit zu stürzen? Wieso brauchen wir überhaupt Theorie? Welche Probleme gibt es vielleicht von Seiten der Theorie selbst und was ist ein "intellektueller" Habitus? Und was hat das alles mit Reproduktions- und Produktionsspähre und dem Subjekt - Objekt - Verhältnis zu tun?

Aus einer theoretisch-praktischen Perspektive wird sich diesen Phänomenen und Fragen genähert, "mensplaining" und "hepeating" erklärt und im Anschluss daran können praktische Vorschläge für die Verbesserung der Situation diskutiert werden. Der Vortrag versteht sich als Teil der feministischen Theoriebildung und möchte vor allem Frauen* ermutigen
sich kritisch mit Theorie auseinanderzusetzen. Unterfüttert wird das Ganze mit teils lustigen, teils traurigen Beispielen aus 10 Jahren praktischer Erfahrung mit theoretischer Arbeit.

Frauen*/Männer* steht für all jene, die sich in diesen Kategorien verorten und/oder die in solche gesteckt werden.

Nach der Revolution ist vor der Revolution? Zur Niederschlagung sozialer Kämpfe im chinesischen Realsozialismus und was wir daraus lernen können

Ralf Ruckus

Chinas Kommunistische Partei (KPCh) hat das Land seit den 1980er Jahren wirtschaftlich umgebaut, ist jedoch – anders als ihre Schwesterparteien in Osteuropa – an der Macht geblieben. Sie hat auf den im Realsozialismus geschaffenen Fundamenten einen dynamischen Kapitalismus entstehen lassen. Musste es so kommen? Keinesfalls! Das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von der KPCh begonnene sozialistische Projekt konnte seine Versprechungen nicht erfüllen und schuf von Anfang an neue Klassenspaltungen. Dagegen entstanden mehrere Wellen sozialer Kämpfe von unten, welche die Herrschaft der KPCh gefährdeten und durchaus zu einer neuen revolutionären Entwicklung hätten führen können. Die KPCh überstand jedoch die Herausforderungen und passte ihre Herrschaftsform jeweils an – bis zum Übergang zum Kapitalismus.

Im Vortrag werden die verschiedenen Kampfwellen während und nach der sozialistischen Phase in China geschildert, mit besonderem Augenmerk auf den Aufstand proletarischer Subjekte in der Kulturrevolution. (Siehe dazu auch das neu erschienene Buch „Die andere Kulturrevolution. 1966–1969: Der Anfang vom Ende des chinesischen Sozialismus” von Wu Yiching: https://www.gongchao.org/de/die-andere-kulturrevolution). Es wird den Fragen nachgegangen, warum das sozialistische Projekt zu diesen Kampfwellen von unten führte, welche Möglichkeiten die Kämpfe eröffneten, und was das für zukünftige revolutionäre Projekte bedeutet.

Kritik der Konsumkritik

X.

Teaser folgt.

§§ 218-219 StGB (Schwangerschaftsabbruch & Schwangerschaftskonfliktberatung)

Gruppen gegen Kapital und Nation

Die Entscheidung für oder gegen das Austragen einer Schwangerschaft überlässt der deutsche Staat nicht einfach Schwangeren allein, sondern erklärt diese Frage zu seiner Angelegenheit: alle Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland grundsätzlich unter Strafe gestellt, wobei die aktuell gültige Rechtslage verschiedene Bedingungen vorsieht, unter denen Schwangerschaftsabbrüche ausnahmsweise straffrei durchgeführt werden dürfen.

Diese im Wesentlichen seit 1995 unverändert geltende „Fristenlösung mit Beratungspflicht und Indikationen“ wird von Seiten der Politik als „tragfähiger Kompromiss“ zwischen dem „Lebensrecht der Leibesfrucht“ und dem „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ gehandelt; die verpflichtende Beratung wiederum gilt als ergebnisoffenes Hilfsangebot für Schwangere in einer „Not- und Konfliktlage“.

In der Veranstaltung wollen wir uns auf Grundlage entsprechender Gesetzestexte und Verfassungsgerichtsurteile anschauen, welche Inhalte und Ansprüche sich hinter dem „Recht auf Leben“ einerseits und dem „Recht auf Selbstbestimmung“ andererseits verbergen und auf welche Weise die §§ 218-219 StGB den Konflikt zwischen diesen beiden Rechten zu vermitteln versuchen.

Zur Diskussion der Frage, warum und wie der Staat auf Willen und Gewissen ungewollt Schwangerer Einfluss zu nehmen versucht, soll dabei insbesondere auf die Ziele und Inhalte der verpflichtenden Schwangerschaftskonfliktberatung eingegangen werden.

Folgende Fragen sollen in der Veranstaltung diskutiert werden:

- Warum überhaupt stellt der Staat Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe?

- Wie kann die Teilliberalisierung des §218 erklärt werden?

- Was ist eigentlich ein „Recht auf Leben“?

- Was verbirgt sich hinter dem „Recht auf Selbstbestimmung“?

- Welchen Zwecken dient die staatl. verordnete Zwangsberatung vor Schwangerschaftsabbrüchen?

- Welche Kritiken von linker und rechter Seite gibt es an der aktuellen Gesetzeslage und wie sind diese zu beurteilen?

Marxismus-Feminismus und die Suche nach dem revolutionären Subjekt

Franzi

“Identitätspolitik vs. soziale Frage? Darüber ist die Linke doch spätestens seit der Debatte um Neue Klassenpolitik hinweg. Alle wissen doch, das revolutionäre Subjekt trägt nicht nur Blaumann.”
Aber Vorwürfe, der Feminismus beschäftige sich nur mit kulturellen Fragen oder der Marxismus fokussiere sich ausschließlich auf Ökonomie, halten sich hartnäckig. Eine Analyse, die Feminismus und Marxismus konsequent zusammendenkt, schafft es viel zu selten ins Zentrum der aktuellen Debatten.

Dabei sollte eigentlich klar sein: eine konsequent gedachte marxistische Theorie und Praxis kann feministische Debatten gar nicht ausklammern, sondern ist durchaus in der Lage diese zu bereichern. Schon Marx formulierte den Anspruch einer umfassenden Gesellschaftsanalyse und diese muss notwendigerweise das Zusammenspiel von Ausbeutung und Unterdrückung miteinbeziehen. Dementsprechend denkt der Marxismus-Feminismus die kapitalistische Gesellschaft immer konkret und als Ganze. Frauenunterdrückung ist integraler Bestandteil des jetzigen Kapitalismus. Daraus ergeben sich wichtige Erkenntnisse über die gesellschaftlichen Kampfbedingungen und freilich auch für die berühmte Suche nach dem revolutionären Subjekt. Der Workshop möchte dementsprechend das Konzept des Marxismus-Feminismus vorstellen und argumentiert, dass dieses für eine linksradikale Theorie und Praxis notwendig ist.

Weitere folgen in Kürze!

Waldbühne Programm

Auf der Waldbühne zeigen wir Theater und Musik aus den unterschiedlichsten Bereichen, wobei wir im Vorfeld nur die Acts aus dem Bereich Theater und Darstellung bekannt geben. Alles andere bleibt eine Überraschung, ihr dürft also gespannt sein.

Act Absurdum: B. Traven Das Totenschiff

Theater

Die Berliner Anarcho - Theatergruppe Act Absurdum zeigt ein Stück von einem passlosen Seeman und der konsequenten Ausbeutung im frühen 20. Jahrhundert. Der Stoff schwankt zwischen humorvollem Fatalismus und kritischer Zuversicht und ist heute noch genauso aktuell wie vor hundert Jahren.

Act Absurdum in Aktion

Thomas Ebermann, Thorsten Mense: HEIMAT - Eine Besichtigung des Grauens

szenische Lesung

Heimat boomt! Im Namen von Idyll, Harmonie, Tradition, Brauchtum, Familie und weiterer Höllen wird gegen die Fremden und das Fremde zu Felde gezogen. Die staatlichen Programme zur Förderung der Heimatgefühle sind satt budgetiert, und je trostloser das Kaff, desto hymnischer hat der Song zu sein, der seinen Liebreiz besingt.
Das und vieles mehr – das Absurde und das Gefährliche – wird an diesem Abend auf Bühne und Leinwand besichtigt und vorgeführt, nachgespielt und kommentiert, analysiert und in die Tonne getreten. Wer das für Nestbeschmutzung hält, versteht uns richtig.

Szenische Lesung Thomas Ebermann

Künstlerische Mitarbeit: Florian Thamer und Peter Bremme

 

Nö Theater: Die vergessene Revolution 1918

dokumentarisches Theater über eine Geschichte zwischen zwei Weltkriegen

Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich. Im November beendeten die Revolutionär*innen den Weltkrieg, verjagten den Kaiser, stürzten das System, erkämpften die Demokratie und das Frauenwahlrecht. Sie entwickelten zahlreiche gesellschaftliche Alternativen und Utopien. Doch die Revolution wurde verraten, brutal erstickt und hundert Jahre später ist sie fast vollständig vergessen.
Das nö theater nimmt den Karabiner in die Hand, wendet sich diesem blinden Fleck der Geschichte zu, sucht nach Ursachen, offenen Wunden und versucht in einem flammenden Plädoyer die Revolution dem Vergessen zu entreißen.

Noe Theater
Schauspiel: Soraya Abtahi, Natalie Buba, Anne K. Müller, Asta Nechajute, Sophie Roßfeld

Stefanie Sargnagel

eine Lesung

Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression.
Sie gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Das ist oft zum Brüllen komisch und manchmal tragisch.

Stefanie Sargnagel

PunXPalast Programm

Wer beim Pogo unter die Räder gerät ist nicht selbst schuld daran, sondern es sind die Verhältnisse! Bei uns im Punxpalast ist nicht der Ellbogen der wichtigste Körperteil, sondern das wütend pochende Punker_innenherz.
Unser Beitrag zu Emanzipation und Austausch: Laute Musik, warmes Bier und die Chance auf ein wenig Bildung tagsüber.

Vielleicht gibts auch noch mehr Infos.

In jedem Fall Konterbier statt Morgenyoga.